Kunst und Kultur: Noch lange keine Lipizzaner
23. November 2025
Kunst und Kultur: Noch lange keine Lipizzaner

Am 21. Oktober 2025 zur Mittagsstunde machten wir uns im Auftrag des Freigegenstands Kunst und Kultur von Gmunden auf den Weg nach Linz. Voller Vorfreude stiegen wir in den Zug, der uns direkt ins kulturelle Zentrum Oberösterreichs brachte. Unser Ziel: der Film „Noch lange keine Lipizzaner“. Schon der Titel klang geheimnisvoll und versprach einen ungewöhnlichen Blick auf ein Thema, das man sonst nicht so oft sieht – die österreichische Staatsbürgerschaft.

 

Als wir den Kinosaal betraten, waren wir zuerst überrascht. Kein klassischer Film, sondern eine moderne Inszenierung, die mit Licht, Ton und bewegenden Texten spielte. Die Schauspielerinnen und Schauspieler stellten auf eindringliche Weise dar, wie schwierig und langwierig der Weg zur österreichischen Staatsbürgerschaft sein kann. Mit viel Emotion zeigten sie, was es bedeutet, dazugehören zu wollen, und welche Hürden das Gesetz manchmal aufstellt.

 

Besonders beeindruckend war, wie der Film zwischen ernsten Momenten und komischen Szenen wechselte. Manchmal lachte das ganze Publikum, im nächsten Augenblick wurden sie still und nachdenklich. Durch diesen Wechsel fühlte man sich mitten in der Geschichte, fast so, als wäre man selbst Teil dieses Kampfes um Anerkennung.

 

Nach der Vorstellung hatten wir auf der Zugfahrt nachhause die Möglichkeit, darüber zu sprechen. Die Diskussion war kurzweilig, und tiefsinnig. Manche von uns hatten Mitgefühl mit den Figuren, andere stellten Fragen über Gerechtigkeit. Aber allen war klar, dass der Film ein Impuls war, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

 

Der Ausflug hat gezeigt, dass Kunst mehr sein kann als nur schönes Schauspiel – sie kann Diskussionen anregen und den Blick auf die Welt und das Gesetz verändern.

Kunst und Kultur: Noch lange keine Lipizzaner